[Vorgetragen in der Sitzung vom 10. Dezember 2015]

Einige von uns haben es jetzt zum 5. Mal gehört. Der Standort 11 ist aus entscheidenden Gründen gerade zu prädestiniert für dieses Projekt.

In meiner Funktion als Gemeinderätin und langjährig, aktive Feuerwehrfrau bin ich schockiert welch fadenscheinige Argumente und gefährlichen Vorschläge von einzelnen Bürgern, Ortschafts- und Gemeinderäten herangezogen wurden, um diesen Standort schlecht zu reden.

Ich bin schockiert wie plötzlich Jedermann Feuerwehrexperten wurde. Ich bin schockiert wie die Aussagen unseren Kommandanten als unseriös abgestempelt werden.

Die Hilfsfrist, als wichtigstes Qualitätsmerkmal für die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde plötzlich in Frage gestellt. Die Opti-Kreuzung wollte man außer Acht lassen, da Einsätze statistisch gesehen ja nie zu Stauzeiten stattfinden werden. Und außerdem wurden die 20 Einsätze pro Jahr der freiwillige Feuerwache Süd mit den 15 000 Einsätzen der Berufsfeuerwehr Stuttgart verglichen. Da werden nicht mehr Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Äpfel mit Milchkühen.

Weiterhin stimmt es mich traurig, dass eine solche Einrichtung zur Sicherung des Gemeinwohls, in Verbindung mit Werteverlust für angrenzende Häuser gebracht wurde.

Das war nur ein kleiner Auszug aus der Diskussion die ich in den Teilorten, via Email und Brief erlebt hab.

Ich bin schockiert, mit welcher Polemik diese Diskussion geführt wurde. Wie unsachlich argumentiert, wie Halbwahrheiten ausgeschlachtet, wie gewählte Vertreter unserer Stadt diffamiert wurden.

Fragen zu stellen, Skeptisch zu sein ist wichtig. Davon lebt unsere Demokratie. Wenn aber Argumente belegbar und nachvollziehbar ausgeräumt werden, und man dennoch weiterargumentiert, dann muss man sich schon fragen woher die Motivation kommt.

Umso froher bin ich, dass es sich letztendlich nur um Einzelmeinungen handelt. Ich bin glücklich, dass der Mehrheit, die Sicherheit unserer Einsatzkräfte am Herzen liegt. Dass die Mehrheit unserer Bürger dieses Vorhaben unterstützt. Ich bedanke mich bei den Ortschaftsräten, die diese Unterstützung in Worte formuliert haben.

Ich bedanke mich auch bei den ehrenamtlichen Kameraden, die in ihrer Freizeit zu allen Sitzungen zahlreich erschienen sind und damit zeigen wie sehr sie hinter diesem Projekt stehen.

Es ist nicht als selbstverständlich anzusehen, dass diese drei Abteilungen vereint ihre Bevölkerung schützen wollen, während doch jeder ihrer Orte auf strikte Abgrenzung pocht.

Unsere Fraktion bedankt sich bei allen Feuerwehrleuten die bereit sind, nicht nur ihre Gesundheit in Einsätzen zu riskieren, sondern auch sonst regelmäßig ihre Freizeit opfern um ihrer Dienstpflicht unentgeltlich nachzukommen.

Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Stadt, würden unsere Freiwilligen fehlen, wäre unser Haushalt um einiges knapper.

Ich hoffe, dass wir das Votum für den Standort 11 heute in diesem Gremium bestätigen und das Projekt Süd auf den Weg bringen können.

Danke.