Heute in der Rems-Zeitung gabs nochmal einige persönliche Antworten der Kandidaten.

In der Schule war ich engagiert, neugierig aber habe auch vieles hinterfragt und Spielräume immer ausgereizt. Schon damals konnte ich es nur schwer aushalten Umstände als Gegeben hinzunehmen und habe versucht sie verändern. Ich hab mich zudem meist auf die Seite der Schwächeren gestellt, was mein Leben oft auch ganz schön ungemütlich gemacht hat. 

Mit 17 habe ich davon geträumt als Journalistin Kriegsverbrechen und Wirtschaftsskandale aufzudecken. Wenn Dinge ans Licht kommen müssen Verantwortliche handeln. Berufsjournalistin bin ich dann nicht geworden, aber ich habe einige Artikel für die Backnanger Tageszeitung über Veranstaltungen der Friedensinitiative geschrieben.

Ich rege mich am meisten darüber auf, wenn Menschen unreflektiert und egoistisch durchs Leben gehen. Gesunder Menschenverstand könnte soviel positiv verändern.

Meine größten Fehler waren im Nachhein nie Fehler. Sie haben sich auf lange Sicht immer als Richtig herausgestellt oder zumindest einen wichtigen Zweck erfüllt. Sie haben mich genau da hingebracht, wo ich heute bin. Natürlich, würde man hier und da gerne Schönheitskorrekturen vornehmen. Im großen und ganzen hatte aber jede Entscheidung einen höheren Sinn.

Es gibt viele Momente, in denen auch mir die Welt zu komplex und unübersichtlich wird. Dann hilft mir meistens Yoga um wieder zu mir zu finden.

Ich wäre gerne einen Tag lang Zauberin. Vielleicht könnte ich dann einige der Missstände auf unserer Welt ganz schnell beheben.

Einer der schönsten Tage in meinem Leben war meine Abschlussfeier an meiner neuseeländischen Universität. Es ist das Symbol für die Überwindung vieler Hürden, für viele tiefgreifende Erfahrungen, die Erweiterung meines Horizontes aber auch dafür richtig mündig in die Welt zu gehen.

Ich habe überhaupt kein Verständnis für Menschen, die ihren persönlichen Frust auf anderen abladen. Für sinnlose Gewalt, Zerstörung und Respektlosigkeit.

Wenn ich ganz alleine entscheiden könnte, würde ich vermutlich viel falsch machen. Der Mensch allein kann gar nicht alles auf dieser komplexen Welt im Blick haben, es bringt uns weiter, wenn wir uns gegenseitig unsere blinden Flecken aufzeigen.

Kompromisse sind für mich die Schnittmenge zwischen meinem Standpunkt und dem der anderen. Nur mit ihnen können wir in Gesellschaft leben. Nur mit ihnen können wir gemeinsam aktiv werden. 

Mich inspirieren am meisten die Bücher von Paulo Coelho und mein Lieblingssänger ist der deutsch-französische Künstler Patrice.